Hier schreibe ich nun tatsächlich einen Blogeintrag. Den Ersten in meinem nicht ganz so langen oder prunkvollen Leben, das danach strebt, wichtig und bekannt zu werden. Meine kleinen - komplett sinnlosen - Gedanken schießen förmlich von meinem Gehirn auf das virtuelle Blatt vor mir. Hier gibt es kein 'Backspace' oder 'Entfernen'. Wir schreiben durch und Löschen nichts. Nicht einmal das Nichts selbst wird Nichts finden.
Unsinnig es zu erwähnen, aber ich bin tatsächlich aufgeregt über potentielle Leser, die vielleicht doch ein wenig Mitleid mit einem ganz normalen Menschen haben - dessen Kater unterdessen auf seiner Tastatur herumschleicht. Sein Name ist - nicht lachen - Suppentopf. Das ist kein Witz. Wir haben drei Katzen, beziehungsweise einen Kater und zwei Katzen. Suppentopf, Ria und Sassy.
Jetzt werden sich wahrscheinlich viele Leute fragen, warum man einen armen Kater tatsächlich 'Suppentopf' nennt. Das hat sogar einen tiefgründigen Hintergrund über den Philosophen sicher - nicht - philosophieren können. Suppentopf ist derzeit vier Jahre alt und durch einen Zufall zu uns ins Haus gekommen...
Es war eines schönen Tages in einer kleinen Stadt, die sich mein zu Hause nennen darf und eigentlich gar nicht so klein war, wenn man absolut keinen Orientierungssinn besitzt. Meine geliebte, manchmal aber doch sehr anstrengende Mutter und meine Wenigkeit sind auf einen der unzähligen Flohmärkte gewandert, um uns das dortige - wie mein Vater sagt - Sortiment anzusehen. Es gab wirklich alles, was niemand mehr haben wollte. Alte, bestickte Kissen reihten sich neben großen, knarrenden Schaukelstühlen auf.Und, wie macnch einer sicher schon erraten hat, es gab auch Töpfe. Haufenweise Töpfe in allen Formen und Gewichtsklassen.
In der einen Ecke, mit einem Gewicht von ein paar Gramm und der Höhe von einem Fingerbreit steht Töpferle von einer alten Dame, die sich selber Gertraude nannte. Ja tatsächlich Gertraude und nicht Gertrude.
In der anderen Ecke war Monster-Topf mit einem stattlichen Gewicht von fast zwölf Kilogramm und einer Tiefe, in der ich einen Tauchgang hätte machen können. Monster-Topf wurde von Bernhard, dem netten Wirten aus dem Nebendorf gehegt und gepflegt. Warum ich den Wirten des Nebendorfes überhaupt kenne - und warum er überhaupt nett ist - das ist eine komplett andere Geschichte, die ich ein anderes Mal wieder aufrollen werde.
Meine Mutter bekam natürlich große Glubschaugen, als sie Monster-Topf sah. Töpferle hingegen erhielt nur ein unglaublich witziges Kommentar - "So klein und schon ein Topf?", seitens meiner Mutter. Bernhard der, anscheinend immer noch nette, Wirt, bot uns Monster-Topf für einen guten Preis und kaum das ich's mir versah, schleppte ich das metallene Kinder-Koch-Gerät in unsere Küche. Wer es mir nicht glauben will, meine Mutter hat tatsächlich schon einmal in diesem Monster gekocht. Es war Gulasch, würzig und ein wenig zu flüssig, aber dafür konnte Monster-Topf dann auch nichts. Und Suppen, natürlich literweise Suppen. In allen Geschmacksrichtungen und zu meinem Entsetzen auch in allen Farben. Rot, durchsichtig und ab und an sogar grün waren da nun wirklich nicht die schlimmsten.
Aber wieder zurück zur eigentlichen Geschichte. Für alle die Fragen sollten: JA, wir haben wirklich den Deckel nicht vom Topf genommen. Wir haben ihn nur zwei Mal umrundet und begutachtet, als ob wir ein Perd kaufen wollten. Und einem stattlichen Ross sah man auch nicht in den Magen. Zu Hause angekommen riss ich dann auch gleich den Deckel weg und wollte meiner Mutter beweisen, dass ein Monster von der Größe dieses Topfes für den Preis, für den wir ihn bekommen hatten, Betrug sein musste. (Nichts gegen dich Bernhard, du bist bis jetzt immer ehrlich und auch sehr höflich gewesen!)
Doch anstelle von alten Verkrustungen und Essensresten blitzte mir ein komplett sauberer Innenbrereich entgegen. Und zwei angstvolle, grüne Äuglein, die einem kleinem Kater gehörten. Meine Mutter machte größere Augen als das Tierchen, aber es dauerte nicht lange, da hatte sie den getigerten Kater schon auf der Schoß und schmuste wie ein kleines Mädchen.
Ich hatte unterdessen die Aufgabe, Bernhard anzurufen und ihn nach dem Kätzchen zu fragen. Der Wirt lachte bloß laut los und erklärte mir schließlich, dass seine Katze Junge bekommen hatte, sechs insgesamt, und er schon die gesamte Zeit nach neuen Besitzern für die Tiere suchte, aber sich einfach keiner meldete. Und er sagte mir auch gleich, dass der kleine Kater nicht absichtlich in dem Topf gelandet war und das wir ihn auch zurückbringen konnten, wenn wir ihn nicht behalten wollten. Doch meine Mutter schien das schon entschieden zu haben.
Tja jetzt haben wir Suppentopf, seine Schwester Ria und eine Katze aus dem Tierheim, die weder sonderlich verschreckt oder ängstlich ist, namens Sassy. Über die speziellen Vorlieben, Abneigungen, chrakterlichen Schrullen und Abenteuer die wir mit den Dreien schon erlebt haben werde ich sicher noch irgendwann schreiben, aber ich denke, dass mein Blog schon ziemlich lang wird - also dieser einzelne Eintrag. Weswegen ich hier einen Schlussstrich ziehen werde!
---------------------------------------------------------
Zugegeben es sind viele kleine Striche, aber für alle, die nicht ganz so gut sehen, wird es wie ein einzelner Strich aussehen!
Freaky as always ... Noise ...
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen